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Die 3 beliebtesten Diäten ( Low Carb, Ducan, Glyx-Diät)

Anstatt auf mit zweifelhaftem Erfolg verbundene Diätmittel wie Sedumoxal und Petoximol zu vertrauen, kann ein Gewichtsverlust auch durch eine gezielte und nachhaltige Umstellung der eigenen Ernährungsgewohnheiten erreicht werden.

Bei Low Carb handelt es sich um eine Diätart, die auf der Reduzierung der über die Nahrung aufgenommen Kohlenhydrate basiert. Die Mahlzeiten bestehen überwiegend aus Fleisch- und Fischgerichten sowie Gemüse und Milchprodukten. Verzichtet wird hingegen auf kohlenhydrathaltige Lebensmittel wie beispielsweise Brot, Nudeln, Kartoffeln oder Reis. Die wegfallenden Kohlenhydrate werden durch die in den oben genannten Lebensmittel enthaltenen Fette und Proteine ersetzt.
Die bekannteste und bewährteste Form einer auf Low Carb basierenden Ernährungsweise ist die Atkins-Diät. Als wirkungsvoll gelten zudem die South-Beach-Diät oder die Logi-Methode. Eine Low Carb Diät basiert auf der Annahme, dass der Körper bei einer geringen Zufuhr an Kohlenhydraten damit beginnt, die eigenen Fettreserven zur Gewinnung von Energie zu nutzen. Durch das Verbrennen des Fettes kann eine nachhaltige Reduzierung des Körpergewichts erzeugt werden.
Bei der Ducan-Diät handelt es um eine Ende der 1970er Jahre vom dem aus Frankreich stammenden Mediziner Pierre Ducan entwickelte Ernährungsmethode. Ähnlich wie Low Carb steht bei der Ducan-Diät eine proteinreiche Ernährung beim gleichzeitigen weitestgehenden Verzicht auf Kohlenhydrate im Vordergrund. Die Ducan-Diät basiert auf vier Phasen, in denen insgesamt 72 proteinhaltige Lebensmittel und 28 Gemüsesorten miteinander kombiniert und in unbegrenzter Menge gegessen werden dürfen. Da die Ducan-Diät aufgrund der vermehrten Aufnahme von Proteinen bei bestimmten Menschen gesundheitliche Probleme hervorrufen und verstärken kann, gilt sie unter Ernährungswissenschaftlern als höchst umstritten. Gefährlich ist sie vor allem für Menschen mit schwachen Nieren oder Herzproblemen. Als Risikogruppen gelten zudem Diabetiker und werdende Mütter. Die zunehmende kritik an der Ernährungsmethode führte letztendlich sogar dazu, dass Pierre Ducan im Jahre 2014 seine Zulassung als Arzt entzogen wurde.

Die von der Ernährungswissenschaftlerin Marion Grillparzer gegen Ende der 1990er Jahre entwickelte Glyx-Diät basiert auf dem Verzehr von Lebensmittel, die einen niedrigen glykämischen Index aufweisen. Die Mengen an Fett, Proteinen und Kohlenhydraten sowie der physiologische Brennwert der Nahrung sind hingegen nachrangig. Der Glykämische Index (abgekürzt Glyx) beschreibt die Blutzuckerreaktion nach dem Essen und gibt Auskunft über die Insulin-Reaktion des Körpers. Anhand des Glyx-Index kann abgelesen werden, innerhalb welchen Zeitraums ein kohlenhydrathaltiges Lebensmittel verdaut und als Zucker in das Blut abgegeben wird. Die Glyx-Diät unterscheidet zwischen guten und schlechten Kohlenhydraten. Da es des Insulinspiegel rasch ansteigen lässt und auf diese Weise bereits nach kurzer Zeit erneute Hungergefühle auslöst, hat beispielsweise Weißbrot einen hohen und aus Sicht von Ernährungswissenschaftlern schlechten Glyx-Index. Vollkornbrot hat hingegen einen niedrigen Gly-Index, welcher keinen nennenswerten Anstieg des Blutzuckerspiegels hervorruft. Wer eine Glyx-Diät durchführen möchte, kann sich anhand beiliegender Tabellen daran orientieren, welche Lebensmittel zum Verzehr geeignet sind. Grün gekennzeichnete Lebensmittel gelten als geeignet zur Gewichtsabnahme. Mit gelb gekennzeichnet Lebensmittel nur als bedingt geeignet. Von mit mit rot markierten Lebensmittel sollten gäntlich die Finger gelassen werden. Die Glyx-Diät gilt unter Ernährungswissenschaftlern als seriöse und bewährte Methode zur Reduzierung des Körpergewichts. In Test konnte insbesondere bei stark übergewichtigen Menschen eine deutliche Verringerung des Herzinfarktrisikos und eine Verbesserung der Bluttfettwerte nachgewiesen werden.